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Allianzen

Funktionsoptimierte Biotenside

Die Innovationsallianz hat sich zum übergeordneten Ziel gemacht, erstmals in Deutschland eine strategische Allianz zwischen renommierten Firmen und Forschungseinrichtungen einzugehen, um Biotenside mit biotechnologischen Methoden aus heimischen nachwachsenden Roh- und Reststoffen gemeinsam wirtschaftlich herzustellen und deren Anwendungspotentiale systematisch zu untersuchen. Es werden die Herstellung und Aufreinigung der Biotenside so optimiert, dass diese in den Anwendungsbereichen Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik, Bioremediation, Pflanzenschutz und Lebensmittel alternativ zu chemischen synthetisierten Tensiden eingesetzt werden können.


Allianzkoordinator: Stefan Müller

Modulation der Reaktivität von Proteinen und Thermodynamik durch Druck (protPSI)

Die strategische Allianz protPSI hat sich zum Ziel gesetzt, die kritischen Stabilitätsgrenzen von Proteinen und ihre Reaktivität unter (hohem) Druck zu erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse zur gezielten Optimierung von industriellen Verfahren, vorwiegend in der chemischen Industrie, zu nutzen. Durch gezielte Anpassungen des Druckes beim Herstellungsprozess sollen zukünftig bei der Feinchemikalienproduktion nachhaltig die Produktausbeute und –qualität bei gleichzeitiger Reduzierung der Produktionskosten verbessert werden. Langfristiges Ziel ist, branchenübergreifend klassisch-chemische Produktionsverfahren, bei denen Druck eine Rolle spielt, durch geeignete biotechnologische Verfahren abzulösen (Biologisierung der chemischen Produktion) und dadurch zum Ziel der Bundesregierung, die Grundlagen für die Vision einer nachhaltigen bio-basierten Wirtschaft bis zum Jahr 2030 zu legen, beizutragen.

Der strategischen Allianz haben sich 16 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft angeschlossen. Das Vorhaben wird durch das mittelständische Unternehmen PreSens Precision Sensing GmbH koordiniert.


Allianzkoordinator: Dr. Gregor Liebsch
Stellv. Allianzkoordinator: Prof. Andreas Liese

Natural Life Excellence Network 2020 (NatLifE 2020)

In der strategischen Allianz NatLifE 2020 sind aktuell 22 Partner aus Industrie, KMU und akademischer Forschung vereint. Mithilfe der Biotechnologie und dem Verständnis biologischer Systeme wird in der Allianz eine neue Generation nachhaltig produzierter und biologisch aktiver Wirkstoffe für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie entwickelt. Damit soll ein deutlich erkennbarer Beitrag zur Verbesserung von Ernährung, Gesundheit und menschlichem Wohlbefinden geleistet werden. Die Allianz ist auf insgesamt neun Jahre mit drei jeweils dreijährigen Förderperioden angelegt und umfasst ein Gesamtvolumen von 30 Mio. €. Die Allianz wird seit dem 01.02.2013 im Rahmen der Ausschreibung "Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) kofinanziert. Koordinator der Allianz ist die BRAIN AG in Zwingenberg.

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Allianzkoordinator: Dr. Dirk Sombroek

Good Bacteria and Bioactives in Industry (GOBI)

Die strategische Allianz GOBI hat das Ziel, aktuelle Forschungsmethoden im Bereich der Mikroorganismen und ihrer Gemeinschaften industriell verfügbar zu machen und synergistisch zu nutzen.

Forschungserkenntnisse im Bereich Microbiota, Mikrobiom, Metabolom und Genom ermöglichen ein besseres Verständnis der Wechselwirkung von Mikroorganismen mit ihrem Wirt. Dies ist die Basis für die industrielle Entwicklung neuartiger bioaktiver Produkte für Verbraucher und für Industriekunden. Zu den Herausforderungen bei GOBI gehören die Entwicklung von Selektionssystemen und die Entwicklung komplexer Modelle zur Charakterisierung funktioneller Mikroorganismen.

Die drei Partnerunternehmen treiben innerhalb der Allianz Projekte in den Bereichen Tierernährung (Evonik Nutrition & Care) und Gesundheit (Organobalance und Bionorica) voran.

Ein gemeinsames Nachhaltigkeitsziel ist es dabei, biobasierte marktfähige Alternativen zu herkömmlichen Antibiotika zu finden. 

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Allianzkoordinator: Prof. Christine Lang

Funktionalisierung von Polymeren (FuPol)

Im Fokus der Allianz steht die Weiterentwicklung von neuen biotechnologischen Anwendungen bis in den industriellen Maßstab in der Waschmittel- und Textilindustrie sowie in der Papier- und Zellstoffindustrie. Hierzu werden Funktionalisierungen an synthetischen Polymeren den Herstellungsprozess bzw. die Veredelung von Textilien ermöglichen sowie eine Verbesserung der Faserpflege während des Waschgangs gewährleisten. Weiterhin soll Lignin als erneuerbares Biopolymer mit Hilfe von Enzymen so modifiziert werden, dass es als Papierfestigungs- und Nassfestmittel genutzt werden kann, wobei gleichzeitig die Abwasserkläranlagen in Zellstofffabriken entlastet werden.

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Allianzkoordinator: Thorsten Eggert

Wissensbasierte Prozessintelligenz (WiPro)

Die strategische Allianz „Wissensbasierte Prozessintelligenz“ hat sich zum Ziel gesetzt, einen essentiellen Beitrag zu stabileren Prozessen in der Bioproduktion zu leisten. Aus einem profunden Prozessverständnis heraus sollen innovative Messprinzipien mit modernen Methoden der Datenauswertung und Modellierung kombiniert werden, die effizient in die industrielle Produktion eingebunden werden können. Hierdurch soll eine höhere Automatisierung und eine nachhaltige Produktion in der biotechnologischen Industrie erzielt werden. So werden biotechnologische Prozesse sicherer und besser kontrollierbar. Über die vorgestellten Ansätze können kostenintensive fehlerhafte Produktionschargen frühzeitig erkannt und vermieden werden. Darauf aufbauend soll die Biologisierung von chemischen Prozessen ermöglicht werden. Die gewonnenen Erkenntnisse können in vielen Bereichen der biotechnologischen Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln sowie pharmazeutischen Produkten zum Einsatz kommen.

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Allianzkoordinator: Dr. Reinhard Baumfalk

Technofunktionelle Proteine (TeFuProt)

Die strategische Allianz TeFuProt (Techno-Funktionelle Proteine) will einen nachhaltigen Beitrag zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe und zur Ablösung von herkömmlich auf fossilen Rohstoffen beruhenden Materialien in der Industrie leisten.

Aus industriellen Reststoffen und bisher ungenutzten Produktionsresten der Ölsaatenverarbeitung werden mit neuen Technologien Proteinextrakte gewonnen und modifiziert. Durch die Anwendung der Modifikate wird nicht nur auf den Einsatz von traditionellen Komponenten verzichtet. In den in der Allianz vertretenen industriellen Anwendungen (Lacke und Farben, Wasch- und Reinigungsmittel, Bindemittel, Schmierstoffe) führt die Verwendung der proteinbasierten neuen Materialien vielmehr zu verbesserten Eigenschaften und auch zu neuartigen innovativen Produkten. Neben der Optimierung der neuen Gewinnungs- und Aufreinigungstechnologien gehört vor allem die applikationsbezogene Funktionalisierung der Proteinmodifikate zu den Herausforderungen der Allianz. Die entwickelnden Allianzpartner haben großes Interesse daran, die Prozesse und Produkte, die in der Allianz entstehen, hinsichtlich ihrer ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit zu bewerten und haben dafür mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf einen erfahrenen und kompetenten Partner gewonnen.

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Allianzkoordinator: Dr. Axel Höhling

ZeroCarbon Footprint (ZeroCarbFP)

Die strategische Allianz ZeroCarbFP verfolgt seit dem 01.07.2013 mit insgesamt vier Teilprogrammen und derzeit 10 Partnern das Ziel einer stofflichen Nutzung kohlenstoffreicher Abfallströme zur Produktion funktionaler Biomasse und zur Herstellung bzw.  Rückgewinnung von Wertstoffen unter Einsatz biotechnologischer Verfahren.  ZeroCarbFP trägt somit aktiv zur Umsetzung des Konzeptes einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bei, einem zentralen Aspekt der Bioökonomie. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten innerhalb der strategischen Allianz zielen auf die Vermeidung der weiteren Mobilisierung fossiler Energie- und Kohlenstoffträger, auf die Reduktion der Umweltbelastung bei der Rohstoffgewinnung sowie auf die Schonung landwirtschaftlicher Anbauflächen für die Nahrungsmittelproduktion. Neben der Erarbeitung der notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen stehen Arbeiten zur technischen Umsetzung dieser Erkenntnisse im Vordergrund. Begleitet werden die jeweiligen Arbeiten durch spezifische Nachhaltigkeitsanalysen. Die Allianz ist auf insgesamt neun Jahre mit drei jeweils dreijährigen Förderperioden angelegt und wird in der aktuellen zweiten Phase durch die BRAIN AG koordiniert.

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Allianzkoordinator: Dr. Guido Meurer